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Probiotika sind helfende Mikroben. Das Mikrobiom des menschlichen Darms besteht aus Biliarden von Bakterien, die für die Gesundheit des Menschen eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel Milchsäurebakterien, sogenannte Laktobazillen, und Bifidobakterien. Bei manchem Reizdarmpatienten hat sich die Zusammensetzung des Mikrofilms verändert.

Probiotika als Helfer

Probiotika könnten diesen Betroffenen vielleicht helfen. Die hilfreichen Bakterien werden manchmal als Kapseln verabreicht, mache stecken aber auch in Lebensmitteln wie Sauerkraut und Joghurt – oder in Drinks oder Nahrungsergänzungsmitteln, die mit Mikroben angereichert wurden. Die Forschung zu Probiotika steht erst am Anfang. Noch fehlen gute Daten und Studien, um sichere Empfehlungen auszusprechen. Bei einigen Bakterien gibt es jedoch erste Hinweise auf eine Wirkung: Das Bifidobacterium infantis etwa könnte bei einigen Patienten Schmerzen und Blähungen lindern, Ähnliches gilt für die Stämme Lactobacillus plantarum, Lactobacillus casei Shirota und Bifidobacterium animalis. Letztere werden auch bei Verstopfung eingesetzt. In Studien an Reizdarmpatienten hat sich E.coli Nissle vor allem bei Schmerzen als wirksam erwiesen. Dieser Bakterienstamm wurde während des Ersten Weltkriegs aus dem Stuhl eines Soldaten isoliert, der im Gegensatz zu anderen nicht an Durchfall litt.