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Mit einer Ausbreitung in der Bevölkerung von weltweit ca. 50 Prozent ist die Helicobacter pylori-Infektion eine der häufigsten chronischen bakteriellen Infektionen. Hierbei ist die Infektionsrate in Entwicklungsländern sehr viel höher als in den Industrienationen. In Deutschland sind insgesamt etwa 33 Millionen Menschen mit Helicobacter pylori infiziert, von denen ungefähr 10 bis 20 Prozent ein peptisches Geschwür entwickeln.

Es sind etwa 50 Prozent der älteren Erwachsenen mit dem Bakterium kontaminiert, jedoch nicht jeder entwickelt eine gastroduodenale Ulkuskrankheit.

Risiken einer Infektion

Durch die jahrelange Infektion und damit verbundene Entzündung der Schleimhaut kommt es bei einigen Patienten zu Schleimhautdefekten, wie z. B. Erosionen und Ulzerationen. Außerdem kann die langjährige Entzündung der Schleimhaut auch zu bösartigen Veränderungen führen, wie Magenkrebs und Magenlymphom (MALT-Lymphom).

Durch die oben genannten möglichen Risiken und guten Therapieoptionen ist eine Antibiotikatherapie in den meisten Fällen zu empfehlen. Hierbei ist in der Therapieempfehlung die zunehmende Resistenzentwicklung des Helicobacter pylori zu berücksichtigen.