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Zu den Chronischen-Darmerkrankung (CED) gehören Colitis ulzerosa, Morbus Crohn und die mikroskopische Kolitis.

Morbus Crohn:

Es handelt sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Verdauungstrakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann. Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. skip lesions) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind. Die Therapie besteht je nach Ausprägung und Befallsmuster aus Glucokortikoiden, Mesalazin, Salazosulfapyridin, sowie Immunsuppressiva wie z.B. Azathioprin, 6-Mercaptopurin, Methotrexat.

Colitis ulzerosa:

Sie ist durch einen entzündlichen Befall des Dickdarms gekennzeichnet. Anders als beim Morbus Crohn ist von der Entzündung nur der Dickdarm kontinuierlich betroffen und diese ist auf die Darmschleimhaut (Mukosa und Submukosa) beschränkt.

mikroskopische Kolitis:

Die Erkrankung ist eine atypisch ablaufende Entzündung der Schleimhaut des Dickdarms, deren Ursache nach wie vor nicht geklärt ist und die klinisch mit heftiger wässriger Diarrhoe (Durchfall) einhergeht. Sie führt zu keinen mikroskopischen Schleimhautveränderungen und ist daher nur histologisch, also mit dem Mikroskop, nachweisbar. Gemäß dem histologischen Bild werden die lymphozytäre und die kollagene Colitis als Formen unterschieden.