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Die Hilfsmanschette bei Sodbrennen und chronischer Refluxkrankheit

Vor einer Operation muss die Diagnose Refluxkrankheit eindeutig gesichert sein. Bevorzugte Methode ist heute die sogenannte Fundoplicatio, die der Chirurg mithilfe der Schlüssellochchirurgie durchführt. Sie sorgt dafür, dass zwischen Speiseröhre und Magen der Verschluss wieder funktioniert. Dabei gibt es verschiedene Techniken. Am häufigsten sind heute die Fundoplicatio nach Nissen und jene nach Toupet. Welche Technik der Operateur verwendet, entscheidet er individuell zusammen mit dem Patienten. Mögliche unerwünschte Folgen der Operation können Schluckstörungen sein, ein Blähbauch, weil Luft nicht mehr richtig aufgestoßen werden kann, und in Einzelfällen auch erhebliche Durchfälle. Und bei einigen Patienten treten auch nach der Operation wieder Refluxbeschwerden auf, die mit Medikamenten behandelt werden müssen.

1. Fundoplicatio nach Nissen:

Hierbei schlingt der Chirurg den oberen Teil des Magens, den sogenannnten Fundus, von beiden Seiten wie eine Mannschette um das Ende der Speiseröhre herum und vernäht die beiden Magenteile miteinander. So umschließt die Manschette die Speiseröhre vollständig.

2. Fundoplicatio nach Toupet:

Auch hierbei legt der Chirurg den Magenfundus von beiden Seiten um die Spreiseröhre herum schließt die Manschette aber nicht vollständig, sondern vernäht die Magenteile mit der Speiseröhre umd dem Zwerchfell. Die Speiseröhre ist somit nur teilweise umschlossen.