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Bei der eigentlichen Aszitespunktion führt man nach sonographischer Kontrolle der Zielregion die Nadel bei lateraler Punktion nach lateral und dorsokaudal. Beim Vorschieben wird eine ständige Aspiration aufgehalten, um ein versehentliches Punktieren von Blutgefäßen frühzeitig erkennen zu können.

Um ein Nachlaufen des Aszites nach einer Punktion zu minimieren, empfiehlt es sich erst bis in das Subkutangewebe einzugehen, dort die Nadel im gleichen Niveau zu verlagern und erst dann die restlichen Schichten der Bauchwand samt Fascia transversalis zu durchstechen. Der stärkste Widerstand ist als elastischer Widerstand bei Durchstechen der Faszie zu spüren.

Nach der Punktion sollte ein fest aufsitzender Klebeverband angelegt werden. Bei Leckage kann eine Einzelnaht zur Schließung der Haut angebracht werden.

Nach einer Entlastung größerer Mengen Aszites (>500 ml) muss der Eiweißverlust des Organismus kompensiert werden. Dies erfolgt am besten durch eine Substitution mit Humanalbumin-Präparaten. Als Faustregel ist bei einer Punktion von einem Liter eine Menge von 4-8 g Albumin zu ersetzen. Näheren Aufschluss gibt die Bestimmung des Eiweißgehaltes im Aszites.